Umstehende

In der Öffentlichkeit ist man in einer Notfallsituation selten allein. Es gibt Untersuchungen, wonach im Schnitt etwa 20 unbeteiligte Personen an einem Unfallort stehen bleiben.

Neutrale Bezeichnungen wie Umstehende oder Beobachter fallen in diesem Zusammenhang nicht oft, meist werden diese Personen abfällig als Neugierige, Schaulustige oder einfach als Gaffer betitelt. Diese Personen sind dabei jedoch zum Teil in Schutz zu nehmen, da sie – rein psychologisch gesehen – einem menschlichen Grundbedürfnis nachkommen: der Neugierde.

Doch sollten Umstehende immer darauf achten, die Rettungsmaßnahmen nicht zu behindern und den Ersthelfer nicht zusätzlich durch Ratschläge oder Zwischenrufe unter Druck zu setzen. Ausreichender Abstand der Außenstehenden zu Verletztem und Ersthelfer ist dabei ein erster Schritt. Sollte der Verletzte nicht bewusstlos sein, verunsichern ihn die neugierige Blicke nur unnötig.
Ein Ersthelfer sollte klare Anweisung an Außenstehende geben, wie z.B. „Sie da, mit der grünen Bluse, helfen Sie mir bitte kurz, den Mann auf die Decke zu heben“ oder „Könnte einer von Ihnen bitte den Verbandskasten aus dem Auto holen oder den Notruf 112 wählen.“ Sobald man Umstehende aktiv einbindet, lösen diese sich aus ihrer Passivität.

 

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